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  • Beim Büchergilde Buchtreff Stuttgart
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Happy Birthday, Türke!

Ausgerechnet an seinem Geburtstag wird Privatdetektiv Kemal Kayankaya für einen Fall angeheuert: Ein Türke wurde in einem Bordell ermordet. Doch die Polizei hat kein Interesse an der Aufklärung der Tat. Die Witwe des Opfers sieht das anders. Und entscheidet sich unter all den Detektiven für den einzigen mit türkischem Namen: Kayankaya. Eigentlich hat der Detektiv wenig Lust, den Fall zu übernehmen. Aber seine Mandantin hat überzeugende Argumente in Form eines 1.000-Mark-Scheins. Und so macht er sich an die Arbeit. Dabei begegnet er dem allgegenwärtigen Alltagsrassismus ihm gegenüber mit schnodderigem Sarkasmus. 21 Jahre alt war Jakob Arjouni, als mit Happy birthday, Türke! der erste von fünf Kayankaya-Romanen erschien. Schauplatz ist seine Heimatstadt Frankfurt; er würzt die scharfen Beobachtungen mit Hessizismen. Tragischerweise verstarb der Autor bereits 2013. Er hinterließ einen sympathischen Antihelden, von dem man gern noch mehr gelesen hätte.

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Das Seelenleben der Tiere

Viele von uns haben es vielleicht bereits vermutet: Tiere haben ein Gefühlsleben ähnlich dem unsrigen. Sie lieben und trauern, sind mutig und haben Spaß – Wild- ebenso wie Haus- und Nutztiere. Peter Wohlleben untermauert diese leisen Ahnungen mit neuesten Erkenntnissen aus der Wissenschaft und seinen eigenen Beobachtungen als Förster. Dabei unterscheidet er nicht zwischen tierischen und menschlichen Gefühlen: „[Für mein Verständnis gibt es] keine zweierlei Arten von Trauer, Schmerz oder Liebe.“ Und so hangelt sich Wohlleben in seinem Buch an verschiedenen Gefühlen entlang: von Scham und Reue über Begierde zu Mitgefühl und Angst. So gilt zum Beispiel echte Liebe unter Raben als sicher. Und auch, dass nicht nur Eichhörnchen Namen haben. Was macht das aber mit uns Menschen? Im besten Fall macht es uns bewusst, dass andere Lebewesen uns näher sind als bisher angenommen – und wie sich unser Handeln auf sie auswirkt.

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Die Vegetarierin

„Ich hatte einen Traum“ ist Yong-Hyes einzige Erklärung dafür, warum sie von einem Tag auf den anderen kein Fleisch mehr isst. Bis dahin war sie durch und durch durchschnittlich. Eine brave Gattin, eine brave Hausfrau, eine brave Tochter. Als Vegetarierin bricht sie aus dieser Rolle aus. Dieser vermeintlich kleine Akt der Unabhängigkeit hat jedoch fatale Folgen. Denn im streng normierten Alltag und gegenüber all den gesellschaftlichen Erwartungen ist das Vegetariertum fast schon subversiv. Erst recht, weil Yong-Hye (die nie gern BH getragen hat) plötzlich beginnt, sich öffentlich nackt auszuziehen, und von einem Leben als Pflanze träumt. Han Kang verdichtet Scham und Begierde, Macht und Obsession und das Scheitern, den anderen zu verstehen, zu einer kafkaesk anmutenden Geschichte. Für dieses seltsam verstörende, hypnotisierende Debüt bekam sie 2016 zusammen mit ihrer Übersetzerin den renommierten Man Booker International Prize.

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